Pfarrei St. Johann Osnabrück

Pfarrei St. Johann Osnabrück

Die Orgel von St. Johann

Die große Orgel von St. Johann steht seit der großen Kirchenrenovierung 1996/97 im Westwerk der Kirche unmittelbar unterhalb der Rosette und wurde 1998 eingeweiht.

Sie hat einige Vorgänger gehabt, von denen Pfeifenmaterial in die jetzige Orgel miteinbezogen wurde. So haben insgesamt 17 Register ein Alter von über 200 Jahren. Die Orgel von St. Johann stellt somit die einzige Orgel Osnabrücks dar, die historisches Pfeifenmaterial hat.

Besonders im Mittelpunkt steht die Kreienbrink-Orgel in der jährlich stattfindenden "Internationalen Orgelwoche", die mit Konzertorganisten aus dem In- und Ausland gestaltet wird. Die "Internationale Orgelwoche St. Johann" geht in ihr 11. Jahr und hat seit ihrem Bestehen immer wieder erstklassige Organisten und andere Musiker zu Besuch.

Organisten aus Frankreich, den Niederlanden, Schweden stellen immer wieder mit bekannten, unbekannten und experimentellen Werken sowie als besondere Disziplin, die Improvisation die Orgel vor. Großartige Interpreten und Improvisatoren stellen dabei immer wieder besondere Klänge vor, teils unerhört, teils auch schon gehört, aber immer in einem neuen Kontext.

Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren auch Konzerte
für Kinder in dieser Reihe etabliert. Ein besonderes Highlight war 2003 die Vorführung des Stummfilms "Der müde Tod" von Fritz Lang mit improvisierter Orgelmusik. OrgelPlus-Konzerte runden das Angebot ab und im Jahr 2004 wurde die neue Truhenorgel in einem Konzert für Orchester und Orgel vorgestellt. Im Jahr 2012 findet die 13. Orgelwoche in der Zeit vom 04. bis 11. März 2012 statt.

Die Orgel wurde 1998 von der Orgelbaufirma Kreienbrink umgebaut und besitzt heute insgesamt 48 Register, verteilt auf drei Manuale (Rückpositiv, Hauptwerk und Schwellwerk) und Pedal. Erwähnenswert sind viele Dinge, aber auf einige wenige soll hingewiesen werden:

Das Schwellwerk steht hinter dem Hauptwerke in einem eigenen Gehäuse, welches mit beweglichen Türen vorne, an der Seite und (!) auf dem "Dach" des Gehäuses ausgestattet ist, was eine unglaubliche Schwellwirkung hervorruft, die feine Viola da Gamba, die sphärische, aus einer alten englischen Orgel stammenden Voix Céleste, die drei Zungenstimmen Basson, Trompette harmonique und Oboe sorgen für ein edles Klangbild.

Das Pedal besitzt zwei 32´-Register, Quintbass und Posaune 32´, die für die nötige Gravität sorgen.

Im Hauptwerk stehen die meisten der historischen Register, darunter die zauberhafte Offenflöte 8´, die, in deutscher Bauart, besonders im Diskant ihre hohe Sanglichkeit und Poesie entfaltet. Auffallend im Hauptwerk sind auch die beiden Trompeten 16´ und 8´, die zusammen mit den Zungenstimmen des Rückpositivs und des Schwellwerkes einen grandiosen Zungenchor bilden.

Das Rückpositiv fällt als erstes optisch aus dem Rahmen, da es vor der Orgel "hängt". Besonders hervorgehoben sei das Krummhorn, welches beim Umbau 1998 neu in die Orgel hineingekommen ist und durch seinen fast klarinettenähnlichen Ton besticht.

zur Geschichte der großen Orgel von St. Johann

Desweiteren besitzt die Johanniskirche eine Truhenorgel

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