Pfarrei St. Johann Osnabrück

Pfarrei St. Johann Osnabrück

Chorproben in Coronazeiten

Coronaampel für Chorproben im Bistum Osnabrück

Aufgrund der gestiegenen Coronainfizierten hat das Bistum Osnabrück eine Coronaampel für die Chorproben herausgegeben.
Demnach befinden wir uns nach Rücksprache mit dem Bistum in der Stufe IV in der vorletzten Zeile, was bedeutet, dass ab sofort keine Chor- oder Instrumentalgruppen in den Gottesdiensten musizieren dürfen.
Proben sind nur in einer Gruppengröße bis zu 6 Personen erlaubt, sollten die Zahlen noch weiter steigen (Stufe V), dürfen Proben nur online stattfinden bzw. müssen abgesagt werden.
Ich bitte Sie/Dich dieses entsprechend mit den einzelnen Musikgruppen zu kommunizieren, evtl. Ersatzveranstaltungen (Gottesdienst, open Air) dürfen unter den Vorgaben natürlich konzipiert werden.

Chorarbeit in Coronazeiten

Tröpfchen und Aerosole in der Luft sind nach einhelligem wissenschaftlichem Stand die Hauptübertragungswege für eine Infektion mit dem Coronavirus. Beim Sprechen
werden 10mal so viel Aerosole gebildet wie beim Atmen, beim Singen steigt die Aerosolkonzentration im Vergleich zum Sprechen um das 30fache. Traurige Tatsachen für alle aktiven Sängerinnen und Sänger - auch im Johannischor. Die geplanten und bereits geprobten Stücke für die Kar- und Ostertage konnten leider nicht mehr in der Gemeinde zu Gehör gebracht werden. Wer jedoch glaubt, der Johannischor sei damit nicht mehr aktiv, irrt.
Nach nur kurzer Stillstandszeit begann das Chorleben wieder. Zu Beginn schickte uns unser Chorleiter, Christian Joppich, regelmäßig Links zu hörenswerten Werken der Chorliteratur. In Zeiten des Lockdowns stellten diese für viele von uns wertvolle Anregungen dar.
Schon bald folgten die ersten Chorproben per Videokonferenz. Ganz wunderbar, wie sich alle Altersklassen des Chores (20 bis 80 Jahre) jeden Donnerstag vor dem heimischen Bildschirm versammelten und sich freuten, einander zu sehen und kleine Smalltalks zu halten. Im Mittelpunkt stand jedoch die Probenarbeit, die nun stimmweise erfolgte. Leider ist es bei dieser Technik nicht möglich, alle Personen gleichzeitig zu hören. „Stummgeschaltet“ saß so jede/r vor dem Bildschirm und probte mit Christian die eigene Stimme der Stücke. Immerhin waren alle auf dem Bildschirm sichtbar. Auch wenn in dieser Phase nur eingeschränkte Proben möglich waren, so bildetet dies doch erstens eine Möglichkeit, neue Stücke einzustudieren und zweitens die wichtige Gelegenheit, in Kontakt zu bleiben und die Verbundenheit und die Gemeinschaft des Chores zu spüren. Die hohe Anzahl der Teilnehmenden an den wöchentlichen Videoproben zeigt, wie bedeutsam der Chor und das Singen für viele Mitglieder des Johannischores sind.
Doch nicht nur die Probenarbeit per Videokonferenz stellte unser Chorleiter Christian Joppich auf die Beine. Er erstellte auch eine Vielzahl von kleinen Videotutorials zu verschiedenen Themenbereichen (Stimmbildung, Gehörbildung, …). Hier konnten wir zu selbstgewählten Zeiten unsere Stimme weiter schulen.
Kurz vor den Sommerferien war es dann soweit. Im Garten des Marienheimes in Sutthausen fand die erste gemeinsame Probe statt, bei der unter Einhaltung aller Abstands- und weiteren Hygienemaßnahmen erstmalig wieder der Gesamtklang des Chores erlebt werden konnte. Selbst der Regen konnte die Freude kaum trüben. Eine weitere Probe fand auf dem Friedhof im Kreuzgang von St. Johann statt. Bei wunderbarem Abendlicht konnte auch hier unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen gesungen werden.
Nach den Sommerferien begannen die Proben im Kirchenraum von St. Johann. Ein klares Hygienekonzept steckt den Rahmen für die Proben. Abstände von 2 Metern zu beiden Seiten und 3 Metern nach vorne bzw. hinten sorgen für Sicherheit beim Singen. Nach 30 Minuten verlassen alle Chormitglieder die Kirche und es folgt eine Lüftungspause von 15 Minuten. Diese Pausen verbringen wir mit Mund-Nasen-Schutz im Kreuzgang. So sind insgesamt 3 Probenintervalle von 30 Minuten möglich.
Es ist etwas Besonderes, in diesem wunderschönen Kirchenraum die Probe zu verbringen. Herausfordernd ist natürlich der Hall, der das „Timing“ erschwert, aber eben auch sehr schöne Klangerlebnisse ermöglicht und das Ohr schult.
Als Johannischor sind wir dankbar, dass wir mit unserem Chorleiter Christian Joppich jemanden haben, der verantwortungsbewusst und sehr kreativ und engagiert Alternativen für das Singen in Coronazeiten entwickelt und damit die Chorarbeit in St. Johann weiter voranbringt.

Für den Johannischor: Kerstin Heuer

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