Pfarrei St. Johann Osnabrück

Pfarrei St. Johann Osnabrück

Laudato Si

In unserer Pfarrei trifft sich eine Gruppe, die gemeinsam versuchen will, die Themen der Nachhaltigkeit und Schöpfungsbewahrung in den Gemeinden und in unserem Alltag wachzuhalten. Der Titel stammt von der gleichnamigen Enzyklika Papst Franziskus‘, der dem Sonnengesang des hl. Franziskus entnommen ist. Sowohl inhaltliche Veranstaltungen als auch Aktionen sind geplant und teilweise schon durchgeführt. Aktuell versuchen wir auch die Fastenzeit mit unseren Themen zu gestalten, beispielsweise durch das Hungertuch von Misereor oder der Initiative Klimafasten. Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit oder an Veranstaltungen haben, melden Sie sich gerne - aktuell trefft man sich via zoom – wir freuen uns aber auch auf ein baldiges Wiedersehen im richtigen Leben.

Sprechen Sie uns gerne an:

Klaus gr. Beilage:
Tobias Otte:


KLIMAFASTEN

So viel du brauchst... 6.Woche: zum anders unterwegs sein

Vielen scheint das Auto unersetzlich zu sein: Für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, für den Gottesdienst- oder Konzertbesuch, die „Taxi-Dienste“ für Kinder, für Freizeit und Reisen. Diese Woche treten wir dieser Haltung entschieden entgegen und probieren Alternativen aus. Das ist aktiver Klimaschutz und tut auch der Gesundheit gut. Probieren wir es aus!

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- gehe ich täglich einen Weg zu Fuß.
- höre ich mir den Podcast „STADTRADELN“ an, bei dem man alles rund um die Aktion erfährt.
- unternehme ich eine Fahrradtour und entdecke Orte, die ich mit dem Auto nicht zu Gesicht bekommen würde.
- übe ich Bus- und Bahnfahren mit meinen Kindern und befasse ich mich mit Apps oder Webseiten, die mir stets die schnellste Verbindung sowie Verspätungen anzeigen, z. B. mit der App der Deutschen Bahn.
- bilde ich Fahrgemeinschaften, z. B. mit Arbeitskolleg*innen oder mit Nachbar*innen für den Wocheneinkauf.
- initiiere ich eine Mitfahr-Bank in meinem Ort. Wie das gelingen kann, beschreibt das Handbuch des Netzwerks
- verzichte ich endgültig auf eine Flugreise im Sommerurlaub.


So viel du brauchst... 5.Woche: für ein einfaches Leben"

Rund 10.000 Gegenstände besitzen erwachsene Westeuropäer*innen im Durchschnitt.
Längst ist uns klar, dass es kein unbegrenztes Wachstum gibt und dass wir unsere Erde über die natürlichen Grenzen hinaus ausbeuten. Wir leben auf Kosten der nächsten Generation und der Menschen im Globalen Süden – höchste Zeit, zu überlegen, was wir wirklich brauchen und was uns wichtig ist.

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- gehe ich spazieren, suche den Kontakt zur Natur und danke für Gottes Schöpfung.
- überlege ich, wo ich mein Leben entschleunigen kann.
- betrachte ich die Menschen um mich herum. Als Zeichen der Achtung spreche ich jemanden ein Kompliment oder meinen Dank aus.
- diskutiere ich mit meiner Familie oder im Freundeskreis die Frage, was Lebensqualität ausmacht und was uns Lebensglück, Erfüllung und Zufriedenheit bringt.
- gehe ich durch die Zimmer in meiner Wohnung und sortiere einige Dinge aus, die noch gut sind und die ich aber nicht mehr verwende, und spende sie oder gebe sie an andere weiter.


So viel du brauchst… 4.Woche: bewusstes "Digital-Sein"

Surfen, Musik hören, Filme gucken … all dies können wir grenzenlos im Internet. Sie ist wunderbar – diese digitale Welt. Doch leider ist sie nicht so umweltfreundlich wie sie scheint. Die notwendigen Rohstoffe und Energie haben einen großen Fußabdruck – auch für das Klima: Allein eine halbe Stunde Serien-Streaming verursacht etwa 1,6 kg CO2 – so viel wie eine kurze Autofahrt.
Zudem geht der Rohstoffabbau für Smartphone, Tablet o.a. mit Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung einher.

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- mache ich mir bewusst, wie viele Stunden ich jeden Tag online bin: In sozialen Netzwerken, etwas im Internet suchen, Musik hören ….
- reduziere ich meine Onlinezeit ( oder auch "Bildschirmzeit") z. B. um die Hälfte.
- probiere ich, Informationen in Büchern, Radio, Gesprächen zu finden und höre mir „alte“ CDs oder Schallplatten an.
- entschließe ich mich zur „Treue“: Ich benutze mein Smartphone, Tablet so lange wie möglich und überprüfe, ob ich sie reparieren oder nachrüsten kann.
- informiere ich mich über die Arbeitsbedingungen und die Umweltauswirkungen z. B. der Smartphone-Herstellung. www.handy-aktion.de
- sammle ich alte Handys und Smartphones und gebe sie bei Sammelstellen ab (z.B. im Pfarrbüro oder in der Sammelbox in der Kirche Maria Königin des Friedens)


So viel du brauchst… 3.Woche: Vegetarische Ernährung
Wurstbrot zum Frühstück, Schnitzel in der Kantine und Hühnerbrust zum Abendessen: 1100 Tiere verzehrt jede*r Deutsche im gesamten Leben – 60 kg Fleisch jährlich. Dabei landet nicht einmal die Hälfte eines Schlachttieres bei den Konsumenten, sondern wird anderweitig verwertet. Wir essen zu viele Tiere und das schadet nicht nur dem Klima und den Tieren selbst, sondern auch uns. Ausgewogenes Essen, das weniger tierische Produkte enthält, ist gesund und lecker. Und leichter zuzubereiten, als du denkst.

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- esse ich an mindestens drei Tagen vegetarisch.
- setze ich mich mit den Folgen unseres Fleischkonsums für Tier, Mensch und Umwelt auseinander, Lesetipp: Fleischatlas des BUND.
- sehe ich mir gezielt das Angebot an vegetarischen und veganen Produkten in meinem Supermarkt an.
- gehe ich auf kulinarische Entdeckungsreise und suche mir ein leckeres vegetarisches oder veganes Gericht heraus, das ich nachkoche. veggies.de, chefkoch.de
- melde ich mich zur Veggie-Challenge (veggiechallenge.de) an und kann wählen, ob ich während der Challenge fleischfreie Tage einführen oder mich vegetarisch oder vegan ernähren möchte.
- probiere ich Hafermilch oder eine andere Pflanzenmilch in meinem Müsli oder Kaffee.
- informiere ich mich über vegane Kleidung und vegane Kosmetik. utopia.de


So viel du brauchst… 2.Woche: Sparsam Heizen

Ein wohlig warmes Wohnzimmer, eine heiße Dusche, ein gemütlicher Abend am Kamin …Ohne Heizung wäre der Winter kaum vorstellbar. Beim Energiesparen konzentrieren wir uns allzu oft auf die elektrische Energie, dabei wird rund drei Viertel der Energie eines Haushaltes für Heizen und Warmwasser benötigt. In Zukunft werden wir hingegen immer mehr kühlen müssen, wie das heute schon in wärmeren Regionen der Erde geschieht. Je bewusster und effektiver wir unser Raumklima gestalten, desto besser.

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- mache ich einen Rundgang durch mein Haus und suche nach Schwachstellen:
Sind alle Fenster dicht? Stehen alle Heizkörper frei? Sind die Heizzeiten richtig eingestellt?
- achte ich auf mein Lüftungsverhalten: Durch Kippfenster entweicht besonders viel Wärme. Besser alle Fenster zum Lüften kurzzeitig weit öffnen!
- senke ich die Zimmertemperatur um 1 °C ab und ziehe meinen Lieblingspulli über.
- prüfe ich meine Heizungsanlage oder frage bei der Hausverwaltung nach: Wurden bereits Effizienzpumpen eingebaut? Lohnt es sich, die alte Ölheizung endlich auszutauschen oder das Haus an ein Nahwärmenetz in meiner Nähe anzuschließen?
- nehme ich an einem Online-Vortrag der Energieberatung der Verbraucherzentrale
teil und empfehle sie weiter an Nachbar*innen, Freund*innen und Verwandte.
Informationen der Verbraucherzentrale


So viel du brauchst…. 1. Woche: Wasserabdruck
In Deutschland verbraucht jede*r von uns rund 120 Liter Trinkwasser pro Tag. In Lebensmitteln, Konsumgütern und Dienstleistungen versteckt sich jedoch viel sogenanntes virtuelles Wasser. Unser täglicher Wasserfußabdruck beträgt so fast 3.900 Liter! Die Hälfte steckt in Produkten, die wir importieren. Also leben wir auf Kosten anderer Länder und tragen (teilweise unbewusst) zu Wassermangel und -verschmutzung in anderen Regionen bei.

Handlungsoptionen: In dieser Woche…
- bestimme ich meinen persönlichen Wasserfußabdruck. waterfootprint.org
- informiere ich mich über schädliches und unschädliches virtuelles Wasser.
- überprüfe ich die Anbaugebiete für meinen Kaffee, Orangensaft und die Baumwolle im T-Shirt und suche Alternativen, die wenig schädliches virtuelles Wasser verbrauchen.
- vermeide ich Fleisch und tierische Produkte, um meinen Wasserfußabdruckweiter zu minimieren.
- denke ich über einen Einbau von Spartasten beim WC oder besondere Brauseperlatoren beim Waschbecken und Duschkopf nach.
- versuche ich vor einem 2-minütigen Duschsong mit dem Duschen fertig zu sein und verzichte auf mein Vollbad.
- informiere ich mich bei Organisationen, die für sauberes, frei zugängliches Trinkwasser für alle kämpfen, z. B. Vivaconagua, Brot für die Welt, misereor.

Weiterführende Links:
Offizielle Seite der Initiative Klimafasten
YouTube-Kanal von klimafasten.de